Handelsbilanzüberschuss der Eurozone stieg im Juni
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Handelsbilanzüberschuss der Eurozone stieg im Juni
14.08.2020
Handelsbilanzüberschuss der Eurozone stieg im Juni

Eurostat berichtete, dass sein Außenhandelsüberschuss in der Eurozone im Juni dieses Jahres die Erwartungen übertroffen hat. Der Indikator stieg sprunghaft auf 21,2 Milliarden Euro. Nach Expertenschätzungen wurde ein Anstieg auf 12,6 Milliarden Euro erwartet. Bezogen auf den gleichen Indikator des Vorjahres stieg der Überschuss um 9,3 % und lag damit um 19,4 Milliarden Euro höher als im Vorjahr. Der Wert der Exporte belief sich auf 170,3 Milliarden Euro, ein Rückgang von 10 % in den letzten zwölf Monaten. Das Exportvolumen sank im Jahresverlauf um 12,2 % auf 149,1 Milliarden Euro. Eurostat veröffentlichte auch Daten über die Außenhandelsbilanz der EU, die im Juni einen Überschuss von 20,7 Milliarden EUR auswiesen. Im Vergleich zum Juni 2019 stieg der Überschuss um 18,3 %. Die Exporte beliefen sich auf 154,4 Milliarden Euro, ihr Volumen ging im Laufe des Jahres um 9,6 % zurück. Die Importe wurden mit 133,7 Milliarden Euro verzeichnet, was einem Rückgang von 12,8 % entspricht.

Die Informationen wurden von der Denkfabrik xCritical bereitgestellt.

IFO-Institut verbessert Prognose für Rezession der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020
22.09.2020
IFO-Institut verbessert Prognose für Rezession der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020

Nach der aktualisierten Prognose des IFO-Instituts wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 5,2 % sinken. Frühere Experten erwarteten, dass die Wirtschaft des Landes um 6,7 % schrumpfen würde. Laut einem Vertreter von IFO Timo Volmershauser übertrafen die Ergebnisse des zweiten Quartals die Erwartungen. Die deutsche Wirtschaft zeigt ein recht schnelles Erholungstempo. In den Jahren 2021 und 2022 wird das BIP des Landes um 5,1 % bzw. 1,7 % wachsen. Gleichzeitig drückte Timo Volmershauser seine Besorgnis über weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus. Es ist unmöglich, sie vorherzusagen. Außerdem gibt es noch keine Klarheit über die Vereinbarung mit dem Vereinigten Königreich. Das harte Brexit-Szenario wird zusätzliche Probleme für die deutsche Wirtschaft schaffen. Das IFO-Institut berichtete auch, dass die Arbeitslosigkeit im Land bis Ende dieses Jahres voraussichtlich auf 5,9 % steigen wird. Zum Vergleich: Das Jahr 2019 wurde mit einer Arbeitslosenquote von 5 % abgeschlossen. In den nächsten zwei Jahren wird die Arbeitslosenquote allmählich sinken. Das deutsche Haushaltsdefizit wird in diesem Jahr bei sinkenden Einnahmen und steigenden Unterstützungskosten 170,6 Milliarden Euro erreichen.

Richard Clarida: Die US-Wirtschaft steckt immer noch „in einem tiefen Loch“
24.09.2020
Richard Clarida: Die US-Wirtschaft steckt immer noch „in einem tiefen Loch“

Der stellvertretende Chef der US-Notenbank Richard Clarida sagte, dass sich die amerikanische Wirtschaft nach der Aufhebung einiger Beschränkungen zu erholen begann. Die wirtschaftliche Lage ist jedoch nach wie vor sehr schwierig. In der Erklärung der Fed bei der letzten Sitzung hieß es, dass die Frage einer Zinserhöhung nur unter bestimmten Bedingungen in Betracht gezogen werde. Der Arbeitsmarkt sollte Vollbeschäftigung erreichen, während die Inflationsrate auf 2 % oder höher steigen sollte. Richard Clarida bestätigte, dass die Ratenerhöhung unter diesen Bedingungen in Betracht gezogen wird. Die meisten Mitglieder der US-Notenbank glauben, dass der Leitzins in den nächsten drei Jahren niedrig bleiben wird. Auch Loretta Mester, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, ist der Ansicht, dass die US-Wirtschaft noch nicht aus dem „tiefen Loch“ herausgekommen ist. Die Erholung ist ungleichmäßig verlaufen. In einigen Wirtschaftssektoren hat sich die Situation verbessert. Einige Sektoren befinden sich jedoch immer noch in der Krise. Laut Loretta Mester hat die wirtschaftliche Erholung der Vereinigten Staaten seit mehreren Jahren nachgelassen.