Das US-Haushaltsdefizit hat sich im Mai mehr als verdoppelt
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Das US-Haushaltsdefizit hat sich im Mai mehr als verdoppelt
09.06.2020
Das US-Haushaltsdefizit hat sich im Mai mehr als verdoppelt

Nach Angaben des Haushaltsbüros des US-Kongresses hat sich das Haushaltsdefizit des Landes im Mai im Vergleich zum selben Monat des Jahres 2019 mehr als verdoppelt. Es erreichte 424 Milliarden Dollar. In den ersten 8 Monaten dieses Finanzjahres ist das Haushaltsdefizit auf 1,9 Billionen Dollar gestiegen. Vor einem Jahr waren es 739 Milliarden Dollar. Grund für diesen starken Anstieg waren die deutlich gestiegenen Ausgaben zur Finanzierung des Maßnahmenpakets der Regierung zur Unterstützung der Wirtschaft des Landes, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie rückläufig ist. Den veröffentlichten Daten zufolge stiegen die Ausgaben des amerikanischen Haushalts im Mai um 53 % auf 598 Milliarden Dollar. Gleichzeitig fielen die Haushaltseinnahmen im vergangenen Monat um 25 % auf 175 Milliarden Dollar. In den Vereinigten Staaten ist die Beschäftigung zurückgegangen, was zu einem erheblichen Rückgang der Lohnsteuereinnahmen geführt hat. Am Mittwoch wird das US-Finanzministerium einen Bericht über den Haushaltsvollzug für Mai veröffentlichen. Bis heute wurden mehr als 2 Millionen Fälle von Coronaviren im Land registriert.

Die Informationen wurden von der Denkfabrik xCritical bereitgestellt.

Die Staatsverschuldung Deutschlands könnte auf ein Rekordniveau steigen
19.09.2020
Die Staatsverschuldung Deutschlands könnte auf ein Rekordniveau steigen

Deutschland plant, im Jahr 2021 zusätzliche 100 Milliarden Euro zu leihen, um die Wirtschaft zu unterstützen, wenn sie sich von der Krise erholt. Dies wird dazu führen, dass die Staatsverschuldung auf einen Rekordwert anwachsen wird. Deutschland beendete das zweite Quartal mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 10,1 % im Vergleich zum ersten Quartal. Ein derart starker wirtschaftlicher Rückgang wurde in dem Land seit über 40 Jahren nicht mehr beobachtet. Die Behörden müssen nach Quellen suchen, um die mit der Unterstützung von Unternehmen verbundenen Kosten zu decken. Die Bundesregierung gewährt Unternehmen Subventionen zu Bedingungen des Arbeitsplatzerhalts. Reuters schreibt, dass die Anziehungskraft großer Anleihemittel auf eine Revision der Haushaltspolitik in Deutschland hinweist. Seit vielen Jahren folgt sie der Regel, dass alle Ausgaben aus Haushaltseinnahmen stammen müssen. Die Regierung hat sich bisher geweigert, die Staatsverschuldung zu erhöhen.

Die Zentralbank von Bolivien hat ihre Prognose für die Wirtschaft des Landes für 2020 verschlechtert
15.09.2020
Die Zentralbank von Bolivien hat ihre Prognose für die Wirtschaft des Landes für 2020 verschlechtert

Die bolivianische Zentralbank hat zusammen mit der Regierung einen neuen Finanzplan für das laufende Jahr entwickelt, der die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Wirtschaft berücksichtigt. In dem Dokument heißt es, dass der erwartete Rückgang des jährlichen BIP zwischen 5,1 % und 7,9 % liegen wird. Die Wachstumsrate der Verbraucherpreise bis zum Jahresende könnte zwischen 0,9 % und 2,3 % liegen. Das staatliche Haushaltsdefizit wird in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 % steigen. Der Finanzplan geht von einem Überschuss der Ausgaben über die Einnahmen von 32,1 Milliarden Boliviens oder 4,65 Milliarden Dollar aus. Dieser Betrag wird 12,1 % des BIP Boliviens entsprechen. Das letzte Jahr wurde mit einem Haushaltsdefizit von 20,4 Milliarden Boliviens abgeschlossen. Das Dokument stellt fest, dass der erwartete Abschwung in der Wirtschaft des Landes zum ersten Mal seit 20 Jahren eintreten wird. Der Finanzplan, der bereits vor der Coronavirus-Pandemie in Kraft war, sah für dieses Jahr einen Anstieg des bolivianischen BIP um 3,5 Prozent und eine Inflationsrate von 3,4 Prozent vor.